Informationen für öffentliche Kostenträger
Talks - Sprachsoftware für's Handy
In der Bundesrepublik Deutschland ist gesetzlich
festgeschrieben, daß behinderte Menschen in die Gesellschaft integriert
werden sollen. Dies ist, häufig aufgrund der hohen Kosten von Hilfsmitteln,
nur durch öffentliche Gelder möglich.
Auch das ODISSA-Team weiß, daß das Geld knapp ist und viele Kostenträger
sparen müssen.
Aufgrund der eigenen Erfahrungen, das Unternehmen ODISSA wird von
blinden bzw. hochgradig Sehbehinderten geleitet, wissen wir, daß die
Interessen beider Seiten - blinder und sehbehinderter Bürger und
öffentlicher Kostenträger - berücksichtigt werden müssen.
Auch das ODISSA-Leitungsteam konnte Studium, Aus- und Fortbildung nur
absolvieren, weil die blindenspezifischen Geräte und Schulungen von
öffentlichen Kostenträgern übernommen wurden.
Wir wollen jedoch auch klar zum Ausdruck bringen,
daß uns die eigentlichen Nutzer unserer Dienstleistungen und Produkte am
meisten am Herzen liegen.
Eine gute und effektive Einbindung in Arbeitsprozesse ist oft nur möglich,
wenn die technische Ausstattung und die Schulung optimal an die jeweiligen
Bedürfnisse und Arbeitsstrukturen des sehbehinderten oder blinden Nutzers
angepaßt wird.
Jeder Blinde oder Sehbehinderte hat im Laufe
seines Lebens eigene Techniken entwickelt, um in der Gesellschaft bestehen zu
können. Dies ist ein Grund, weshalb wir verschiedene blindenspezifische
Hardware-Komponenten
empfehlen. So ist ein Aspekt, ob der "Einsatzort" des blinden
Nutzers ggf. gewechselt werden muß. Soll eine Braillezeile in Schule, Studium
oder in einer dualen Ausbildung zum Einsatz kommen, so empfiehlt sich eine
leicht zu transportierende. Um eine wirklich optimale Beratung zu
gewährleisten ist es für uns wichtig zu wissen, in welchen Bereichen der
Nutzer tätig ist.>
Wer Menschen schult tut gut daran, eventuelle
Probleme schon im Vorfeld zu erkennen und Lösungen anzubieten. Erkennen kann
man Probleme jedoch am besten, wenn einem die Arbeitsweisen und die
Grundbedürfnisse, die notwendig sind, selbst bekannt sind. Diese
Voraussetzungen sorgen nicht nur für eine bessere Zusammenarbeit mit dem
Kunden, sondern reduzieren die Kosten.
Der Erfolg dieser Strategie ist für Kostenträger und Nutzer gleichermaßen
greifbar:
Der blinde oder sehbehinderte Kunde kann vollwertige Arbeit leisten, das wirkt
sich auf sein gesamtes Umfeld aus, der Arbeitgeber wird erleichtert sein, daß
ein blinder oder sehbehinderter Arbeitnehmer viel weniger
"Umstände" macht, als erwartet, und der jeweils zuständige
Kostenträger kann sicher sein, hier mit einem kompetenten Team
zusammenzuarbeiten, das gut zu unterscheiden weiß zwischen Notwendigem und
Unnötigem.
Um die gesamten Möglichkeiten auszuschöpfen, die die hochentwickelte Technik der blindenspezifischen Hard- und Software bietet, ist eine gute Schulung jedoch unverzichtbar. Nur wer sein Werkzeug wirklich kennt, wird es auch vollwertig nutzen können.
Computernutzer die blind oder sehbehindert sind,
erarbeiten sich ihre "Bildschirmumgebung" und die Textformatierungen
anders als ihre sehenden Mitnutzer. Auch die Navigation im Internet führt
zwar zum selben Ziel, aber der Weg dorthin ist ein anderer. Auch diese Dinge
sollten in einer Schulung erlernt werden. Ist eine solide Grundschulung erst
einmal erfolgt, so sind die Aufbauschulungen häufig sehr schnell
durchgeführt, wenn sie überhaupt nötig werden. Unsere Erfahrung zeigt auch
hier:
Wurde zu Beginn einer Ausstattung an der Schulung nicht gespart, so
verringerten sich die späteren Kosten auffallend.
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